Puppentheater hat in Japan eine lange Tradition. Bekannt ist vor allem das Bunraku-Theater mit großen, von mehreren Spielern geführten Figuren, aber auch die Ayatsuri-Ningyô, vom Spieler über Fäden von oben geführte Marionetten, lassen sich bis in die Kan’ei-Ära (1624-1644) zurückverfolgen.

Das Ensemble Isshi-za ist heute Japans führendes Ensemble des Marionetten-Theaters und widmet sich unter Leitung von Meister Yûki Isshi IV und seinem Vater Edo Dennai dem Erhalt und Weitergabe dieser mehr als 400 Jahre alten Tradition. Neben Stücken aus dem traditionellen japanischen Repertoire bearbeitet das Ensemble auch immer wieder westliche Stücke, so wurden unter anderem Golem (nach einem alten jüdischen Märchen) und Kaspar (nach Peter Handkes Kaspar Hauser) inszeniert. Isshi-za war auch mehrere Male in Europa unterwegs, das letzte Mal im Jahr 2023 zu einer umfangreichen Tour durch Norwegen, Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Hierbei ist das Theater auch im Japanischen Kulturinstitut Köln aufgetreten, wo es neben einer künstlerisch anspruchsvollen Aufführung in einer kurzen Einführung das Puppenspiel eindrucksvoll dem Publikum näherbrachte. Die Tournee in Deutschland und in der Schweiz (mit einem Auftritt im Theater am Hechtplatz, Zürich, in Zusammenarbeit mit der Schweizerisch-Japanischen Gesellschaft) war gleichzeitig auch eines der letzten Projekte eines langjährigen Mitarbeiters des Japanischen Kulturinstituts, Herrn Heinz-Dieter Reese, der wenige Monate später im Februar 2024 leider plötzlich und unerwartet verstarb. Das Programmheft zu den damaligen Auftritten in Köln und Zürich finden Sie hier zur Ansicht.

Leider steht das Isshi-za nun aufgrund akuter finanzieller Probleme vor dem Aus. Um den Fortbestand des Theaters zu sichern, wurde in Japan eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, deren Ziel es ist, bis Ende August 2025 einen Betrag von mindestens 3 Millionen Yen (rund 17.500 €) zu sammeln. Die Crowdfunding-Kampagne läuft dabei als eine „all-or-nothing“-Kampagne, was heißt, dass wenn das Ziel von drei Millionen Yen nicht erreicht wird, das Geld an die Unterstützer zurückgeht und das Ensemble leer ausgeht.

Informationen zum Crowdfunding-Aufruf in Japan finden Sie hier:

https://readyfor.jp/projects/isshiza-future (Japanisch)

https://www.isshiza.com/english (Englisch)

Die Teilnahme am japanischen Crowdfunding ist leider an einige Hürden gebunden. So ist zwar eine Kreditkartenzahlung möglich, aber die rein-japanischsprachige Plattform erfordert eine japanische Adresse und Telefonnummer, was eine direkte Spende für Unterstützer außerhalb Japans erheblich erschwert. Auch sind feste Beträge vorgegeben, eine freie Betragseingabe ist nicht möglich. Aus diesem Grunde bietet die Deutsch-Japanische Gesellschaft e.V. Köln an, die Spenden auf ihrem eigenen Konto zu sammeln und stellvertretend über die Plattform an das Ensemble weiterzuleiten.

Wer Isshi-za auf diesem Weg unterstützen möchte, kann den gewünschten Betrag bis spätestens 22. August 2025 auf folgendes Konto der DJG Köln überweisen:

Deutsch-Japanische Gesellschaft e.V. Köln

IBAN: DE81 3806 0186 5042 6420 12
BIC: GENODED1BRS
Volksbank KölnBonn eG

Verwendungszweck: Spende Isshi-za

Natürlich können Sie, falls Sie die Möglichkeit dazu haben, die Spende auch direkt über die oben genannte Plattform vornehmen.

Die DJG Köln wird den eingegangenen Gesamtbetrag sinnvoll aufrunden und anschließend über die Crowdfunding-Plattform „Readyfor“ dem Ensemble zur Verfügung stellen. Sollte das gesetzte Spendenziel auf der Plattform nicht erreicht werden, wird der über die DJG eingegangene Betrag dennoch in voller Höhe direkt an Isshi-za weitergeleitet.

Bitte helfen Sie mit – mit Ihrer Spende bewahren Sie ein Stück lebendiger japanischer Kultur.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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